Ab den 2000er-Jahren trugen Borchener Judoka den Namen des SCB weit über den Kreis hinaus. Allen voran Jan Zernke, der 2005 erstmals an Deutschen Meisterschaften teilnahm, später Westdeutscher Meister wurde und in der Regionalliga bis in die Nähe der zweiten Bundesliga kämpfte.
Ein besonderes Kapitel schrieben die Brüder Markus und Carsten Böger im Bereich Kata. Mit Podestplätzen bei Deutschen Meisterschaften und Teilnahmen an den Kata-Weltmeisterschaften 2010 in Budapest und 2012 in Pordenone vertraten sie Borchen und Deutschland auf internationaler Bühne. Auch Sarina Lebs, die heute in der 1. Bundesliga für den Post SV Düsseldorf kämpft, sowie Luca Kremer mit mehreren Erfolgen auf Bezirks- und Landesebene prägten diese Phase. Immer wieder standen Borchener Judoka bei Kreis-, Bezirks- und Westdeutschen Meisterschaften auf dem Podest.
Neben dem Leistungssport blieb das gemeinschaftliche Leben ein Markenzeichen der Abteilung. Pfingstlager in Herbram oder Bleiwäsche, Technik- und Konditionslehrgänge, Familientage, Weihnachtswanderungen und die Beteiligung am Adventsmarkt stärken seit Jahrzehnten den Zusammenhalt. Lehrgänge mit hochkarätigen Gästen wie Olympiasieger Ole Bischof 2017 setzten zusätzliche sportliche Impulse.
Seit 2015 ergänzen die Historischen Europäischen Kampfkünste HEMA das Angebot, 2024 kam mit Ving Tsun eine weitere Kampfkunst hinzu. Die Mitgliederzahl ist in den vergangenen Jahren auf über 120 gewachsen, insbesondere im Kinder- und Anfängerbereich. 2024 stellte der SCB mit Leni Fredersdorf eine Bezirksmeisterin mit Qualifikation zur Westdeutschen Meisterschaft. Gleichzeitig engagieren sich Borchener Judoka in Oberliga- und Verbandsligateams der Region.
Heute verbindet die Judo-Abteilung Leistungssport, Nachwuchsförderung und gelebte Gemeinschaft. 50 Jahre Judo im SCB stehen für sportliche Entwicklung, ehrenamtliches Engagement und Werte wie Respekt und Fairness.


