Im Jahr 1976 brachte Karl-Heinz Weiser die japanische Kampfkunst Judo nach Borchen. Bereits nach wenigen Monaten zählte die neue Abteilung rund 60 Mitglieder. Gemeinsam mit Ferdi Merschmann baute Weiser den Trainingsbetrieb auf, organisierte die ersten Gürtelprüfungen und führte Borchener Judoka früh zu Turniererfolgen.
Schon in den Anfangsjahren machten Talente wie Kai Stroth, Christiane Cosic, Bianka Schneidereit und insbesondere Mark Davis auf sich aufmerksam. Davis war der erste Borchener Teilnehmer bei Westdeutschen Meisterschaften und gründete später die bekannte Sportschule „Paderborn Wombats“. 1981 legte Karl-Heinz Weiser selbst die Prüfung zum Schwarzgurt ab und bildete in den folgenden Jahren neue Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus.
Mit der Übergabe der Abteilungsleitung 1996 an Ulrich Klinnert, Stephan Zernke und Holger Kortengräber begann eine Phase der Konsolidierung. Die Nachwuchsarbeit wurde systematisch ausgebaut, regelmäßige Gürtelprüfungen sicherten die Qualität. Mit Carolin Klinnert stellte Borchen erstmals eine Teilnehmerin bei Westdeutschen Meisterschaften. Parallel dazu etablierte sich die Ü30-Gruppe als dauerhaftes Angebot für Erwachsene.
Auch organisatorisch übernahm der SCB Verantwortung im Kreis. Von 2003 bis 2015 stellten Stephan Zernke und Diane Düsterhaus die Kreis- und Kreisjugendleitung und verantworteten unter anderem Kreispokale und Einzelmeisterschaften. Damit war die Judo-Abteilung sportlich wie strukturell fest im regionalen Sportgeschehen verankert.


