Bevor es feste Sportanlagen gab, wurde in Borchen dort gespielt, wo Platz war. Bewegung gehörte schon lange zum Alltag der Menschen, doch organisierter Vereinssport entwickelte sich erst nach und nach. Bereits um 1885 existierte in Nordborchen ein Ballplatz an der Paderborner Straße, schräg gegenüber dem heutigen Sparkassenstandort. Ursprünglich als Schulhof der Jungen-Volksschule genutzt, gilt er als einer der frühesten Orte regelmäßigen Spiels in der Gemeinde.
Auch in Kirchborchen trafen sich Kinder und Jugendliche auf Wiesen und Schulhöfen. Eine dieser Flächen lag auf der sogenannten Olmacht, dem heutigen Eulenberg. Besonders lebendig ist bis heute die Erzählung rund um Menken Wiese. Dort, ungefähr auf Höhe des heutigen Kreisverkehrs zwischen Limberg und Unter der Burg, soll sich das Fußballspiel in Borchen entscheidend verbreitet haben. Ob es tatsächlich englische Kriegsgefangene waren, die den Jugendlichen das Spiel näherbrachten, lässt sich historisch nicht belegen. Sicher ist jedoch, dass der Fußball kurz nach dem Ersten Weltkrieg auch in Borchen Fuß fasste.
Die ersten richtigen Spielfelder entstanden in den 1920er Jahren. In Kirchborchen wurde auf Ahlen Wiese an der Bachstraße gespielt. Die Tore fertigten die Sportkameraden selbst an, das Holz wurde im Dahlberg geschlagen und zur Wiese getragen. Da die Flächen weiterhin landwirtschaftlich genutzt wurden, teilten sich Spieler und Weidevieh nicht selten denselben Platz. Improvisation gehörte zum Alltag.
Ende der 1920er Jahre wurde schließlich mit Unterstützung der Gemeinde ein Sportplatz an der Gallihöhe angelegt. Mit bloßen Händen sammelten die jungen Männer Steine aus dem felsigen Boden, bis ein bespielbares Feld entstand. In Nordborchen verlagerte sich der Spielbetrieb 1936 erstmals auf einen Platz Zum Hessenberg, bevor die Anlage 1947 an ihren heutigen Standort umzog. Aus einfachen Wiesen wurden damit feste Heimaten.

