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Heinrich Jonas im Interview

Zum 100-jährigen Jubiläum des organisierten Fußballs in Borchen blicken wir gemeinsam mit Menschen zurück, die den Verein über viele Jahrzehnte geprägt, begleitet und erlebt haben. Einer von ihnen ist Heinrich Jonas. Seit 1953 ist er Mitglied, spielte in der Jugend, später im Seniorenbereich und bei den Altherren. Das Interview hat Andreas „Maulwurf“ Rensing geführt. Im Gespräch erzählt Heinrich von Bolzplätzen, Auswärtsfahrten mit dem Fahrrad und dem Lkw, den Duellen mit Nordborchen und der Fusion zum SCB.

Steckbrief

Name: Heinrich Jonas
Spitzname: Brechmann (Hofname)
Alter: 87 Jahre, geboren am 20.01.1939
Mitglied seit: 1953
Spielposition: Verteidiger und Torwart
Werdegang: Seit 1953 Spieler in der Jugend, später bis in die 70er-Jahre bei den Altherren. Zwei bis drei Jahre spielte er in der ersten Mannschaft des FC Kirchborchen, ansonsten in der zweiten Mannschaft.

Andreas: Deine Kindheit fällt vor allem in die Jahre der Nachkriegszeit. Wie bist du damals zum Fußball gekommen?

Heinrich: Der Fußball hat uns Kinder im Dorf damals einfach alle zusammengeführt. Wenn es die Zeit hergab, rollte der Ball in irgendeiner Straße oder auf einer Wiese. Gleich hier unten in der Mersch, neben Rennkamps Jupp, haben wir manches Duell auf dem Rasen gespielt, was „Pesken“ (Knaup Landhandel) aus Etteln, dem der Grund gehörte, gar nicht lustig fand. Wenn der seine Kontrollfahrt über die Dörfer machte, dann fegte er uns förmlich vom Platz. Wir haben ihn aber oftmals schon kommen hören und dann die Beine in die Hand genommen.

Andreas: „Fitti“ Altmiks erzählte uns neulich von zahlreichen Straßenduellen der Kirchborchener Kinder untereinander. Welchem Team gehörtest du an und wie sahen diese Duelle aus?

Heinrich: Das stimmt. Es gab die Mannschaften „Gallihöhe“, „Stadtweg“ oder den „Eulenberg“, dem ich angehörte. Hier waren wir sogar so viele Kinder, dass es gleich zwei Teams gab. Wir nannten uns übrigens „TURA Eulenberg“, in Anlehnung an die Elsener.

Neben den dorfinternen Duellen gab es aber auch Spiele gegen Nordborchen oder Alfen. Die Alfener hatten zum Beispiel eine Mannschaft, die sich „Kleeberg“ nannte. Wenn wir in Kirchborchen gespielt haben, fanden viele Spiele auf der Olmacht statt, also am Eulenberg, dem heutigen Osterfeuerplatz.

Das ist auch gut nachvollziehbar, wenn man sich die zweite Strophe des Kirchborchen-Lieds einmal zu Gemüte führt: „Der Eulenberg mit kahler Höhe, der frohen Kinder Tummelplatz …“ Leider wurde dieser Bolzplatz den Kindern später genommen. Als Johannes Stute Bürgermeister wurde, kam er auf die glorreiche Idee, den Berg mit Büschen und Bäumen zu bepflanzen. Danach war es mit dem Fußballspielen da oben vorbei.

Andreas: Wie ging es dann weiter, als Jugendspieler bis in den Seniorenbereich?

Heinrich: Mit der Schülermannschaft waren wir Anfang der 50er-Jahre ganz gut unterwegs. Wir haben mal im Inselbad-Stadion in Paderborn bei einem stark besetzten Turnier den zweiten Platz gemacht. Lediglich im Finale mussten wir uns gegen Grün-Weiß Paderborn mit 0:1 geschlagen geben. Zu der Zeit hat sogar Alfons Schröter aus Nordborchen bei uns gespielt.

Auch im Seniorenbereich hatten wir immer eine ansehnliche Truppe zusammen, aber für den großen Sprung hat es nie gereicht. Die Highlights für uns waren sicherlich die Sportfeste. Da ging es unter anderem jedes Jahr nach Mastbruch. Allerdings nicht wie heute mit dem Auto. Wir mussten als Spieler zu den Auswärtsspielen mit dem Fahrrad fahren und der weiteste Weg führte uns sogar bis nach Hövelhof. Das kannst du heute gar keinem mehr erzählen, aber aufgewärmt waren wir dann auf jeden Fall.

1958, also mit 19 Jahren, habe ich übrigens das erste Mal im gelben Trikot und in dunkler Hose gespielt. Das war schon irgendwie komisch, denn alle sagen immer, dass Kirchborchen „Blau-Gelb“ im Namen stehen hatte, aber der FC Kirchborchen hat eigentlich nur in Blau-Weiß gespielt.

Aber nicht nur als Spieler, sondern auch als Zuschauer waren wir viel unterwegs. In unserer Nachbarschaft gab es schon sehr gute Mannschaften mit klasse Fußballspielern. Neben Nordborchen ging es für uns zum Beispiel zum VfJ 08 Paderborn auf die Wilhelmshöhe oder zum SV Paderborn 1913 an die Paderkampfbahn. 08 hat sogar mal in der höchsten westfälischen Amateurliga gespielt.

Die beiden Vereine fusionierten dann 1969 zum 1. FC Paderborn. Auch Mönkeloh hatte eine gute Truppe. Auf dem Sportplatz gegenüber vom Zementwerk Ilse an der Borchener Straße, dort, wo heute der Raiffeisen-Markt an der Haller Straße steht, waren wir auch regelmäßig zu Gast.

Richtig stark war zu der Zeit zudem der TuS Sennelager, der mit „Peitz Jüppi“ (Lieferant der Bundeswehr für Achsen) aber auch einen großen Geldgeber hatte. Der hatte, soweit ich mich erinnere, in den 70er-Jahren sogar die Nationalmannschaft aus Afghanistan, die vor Krieg und Terror geflohen war, bei sich in der Firma beschäftigt. Das war zwar nicht die Frage, aber wir sind halt ganz gut herumgekommen in den Jahren und haben einiges mitbekommen.

Andreas: Die Sportplätze haben in Kirchborchen im Laufe der Jahrzehnte mehrfach gewechselt. Gab es im Dorf einen Lieblingsplatz?

Heinrich: Als Kinder kannten wir natürlich noch den Platz auf Gallihöhe an der heutigen Gartenstraße. Als ich aber zum Vereinsfußball kam, habe ich meine ganze Spielerkarriere am Lümmergen-Sportplatz verbracht. Erst als ich bei den Altherren gespielt habe, konnte ich auch auf dem Hessenberg die Schuhe schnüren. Von daher gibt es keinen Lieblingsplatz, da ich ja nur auf dem einen gespielt habe.

Andreas: Natürlich müssen wir auch auf die Duelle mit dem Dorfnachbarn Nordborchen zu sprechen kommen, auch wenn die nur auf Sportfestebene stattgefunden haben. Gibt es da besondere Rivalitätsgeschichten?

Heinrich: Vorab zur Rivalität: Natürlich nahm man die Spiele gegeneinander ernst und da wurde auch ausgeteilt. Aber davor und danach war es weitestgehend ruhig. Die Zeiten, in denen man sich noch gegenseitig vermöbelt hat, waren nach dem Krieg eigentlich vorbei. Ich habe es auch nicht gekannt, dass untereinander geschlagen wurde, wie noch zu den Zeiten der Generation davor.

Als kleines Beispiel, dass das Miteinander funktionierte: Wir hatten damals gestreifte Trikots und mussten zu einem Spiel. Ein Trikot war aber beschädigt und wir wussten, dass „Steri“ (Bernhard Meyer) aus Nordborchen ein ähnliches Hemd bei sich zu Hause hatte. Also sind wir hingefahren, haben unser Anliegen erklärt und haben es bekommen. Man half sich unter Sportlern eben. Aber natürlich durfte der ein oder andere Spruch nicht fehlen. Das ist ja bis heute so.

Wenn die Nordborchener zu uns nach Kirchborchen zum Sportfest beziehungsweise Werbespiel kamen, dann war das immer ein großes Spektakel und beide Dörfer waren auf den Beinen. Selbst der Pastor kam zu den Spielen. Da gab es einen großen Bierstand und die Fässer rollten nur so hin und her. Unsere Dorfnachbarn brachten das Geld, das muss man ganz klar so sagen. Von den Einnahmen konnten wir fast ein ganzes Jahr den Spielbetrieb aufrechterhalten.

Ich weiß noch, wie die Nordborchener 1956 gegen den Landesligisten SV 13 Paderborn, mit Möhring aus Atteln, gespielt haben. Das war was, denn irgendwie waren das auch unsere Vorbilder.

An ein Spiel beim Sportfest in Nordborchen erinnere ich mich auch noch ganz genau. Es hat den ganzen Tag geregnet und wir Kirchborchener haben gegen Neuenbeken 0:5 verloren. Ich stand damals im Tor, in einer riesigen Pfütze und war dementsprechend bedient.

Andreas: Wie erklärst du dir den Leistungsunterschied zwischen den Ortsnachbarn und war man da neidisch?

Heinrich: Wie soll man das erklären? Die Nordborchener haben vielleicht auch davon profitiert, dass nach dem Krieg einige gute Leute zugezogen sind. Aber das war es nicht nur, denn größeres Talent und Wille gehören schließlich auch dazu. Ich war zum Beispiel nie der beste Torwart und hin und wieder auch mal launisch. Da ist man dann nicht ganz so erfolgreich unterwegs.

Aber neidisch waren wir nie. Wir sind als Jugendliche Anfang der 50er-Jahre nach Nordborchen rübergefahren, um die guten Spieler zu sehen. Ein „Miele“ (Anton Vogt) und ein Potthöfer, die später bei 08 Paderborn spielten, ein Vossebürger, der zu Grün-Weiß wechselte. Zu denen haben wir aufgeschaut. Oder auch ein Willi Dernbach, der es bis in die Westfalenauswahl geschafft hat und das mit 19 Jahren. Da sind wir damals ins Inselbad-Stadion gefahren, um ihn zu sehen.

Aber auch wir Kirchborchener hatten zu der Zeit den ein oder anderen guten Spieler. „Heimes Pütt“ (Heinrich Wiechers) und sein Bruder „Heimes Schwatte“ (Franz Wiechers) waren zum Beispiel zwei davon. Aber wenn wir mal gute Spieler hatten, zog es die auch oftmals zu anderen Vereinen. Hannemanns Alfons und Nagels Hannes waren zum Beispiel auch noch zwei unserer Spieler, die dann nach Atteln wechselten. Ich höre heute noch die Maschine, wenn die 500er BMW aus Kirchborchen in Richtung Altenautal rauschte.

Andreas: In dem Zusammenhang: Wie standest du der Fusion zum SCB damals gegenüber?

Heinrich: Ich war von Anfang an dafür. Schließlich brachte uns das weiter. Aber Nordborchen war nicht der erste Ansprechpartner. Nagels Mecki (Wilhelm Nagel) und Krevets Paul (Paul Krevet-Alpmann) fragten erst in Alfen nach, ob sie für eine Fusion bereitstünden. Doch der damalige Chef, Helmut Hüster, genannt Hummel, und andere wollten nicht.

Ich weiß auch noch, wie der alte Wölting bei uns vor der Tür stand und mich fragte, ob ich wirklich für den Zusammenschluss stimmen wollte. Ich hätte doch schließlich vor einigen Tagen noch in der Kneipe gesungen: „Aber eins, aber eins, das bleibt bestehen, FC Kirchborchen wird nie untergehen!“ Was man halt so singt in heimischen Gefilden. Aber wir waren uns fast alle einig, dass dieser Schritt gegangen werden musste.

Dann kam der Tag der Tage und wir gingen über den Berg in die Halle von Nordborchen, wo über die Fusion abgestimmt wurde. Ich weiß es noch wie heute, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde. Der alte Gockel (Heinrich Gockel, ehemaliger Vorsitzender der Sportfreunde Nordborchen) stand auf und rief durch die ganze Halle: „Endlich ist es vollbracht!“ Wir haben anschließend bis weit in die Nacht hinein diesen Zusammenschluss gefeiert.

Andreas: Gab es für dich damals einen Lieblingsgegner oder vielleicht auch Gegenspieler?

Heinrich: Das hatte ich beides nicht. Die Fahrten ins Altenautal haben immer Spaß gemacht, da Etteln auch eine starke Mannschaft hatte und es anschließend auch gern mal zu Rustemeiers in die Kneipe ging.

Foto aus dem Jahr 1958 vor der Kneipe Rustemeier, als der FC Kirchborchen ein Pokalspiel gegen Holtheim gewonnen hatte. Von links: Willi Lohn, Heinrich Jonas und Heinz Rußkowski, genannt Boskop.

Im selben Jahr hat unsere erste Mannschaft übrigens ein Spiel beim Sportfest gegen die Nordborchener gewonnen, was nicht oft vorgekommen ist. 4:2 konnten wir die Nachbarn schlagen. Den Sieg feierten wir anschließend bei Hausmann, in der Kneipe Glockenturm, wo heute der Grieche ist, mit einigen Liedern wie zum Beispiel „Im Grünen Wald“ und so manchem Stiefel.

Dort arbeitete übrigens eine Dame aus Bad Driburg namens Maria, die uns etwas zum Sieg schenken wollte. Ihr Bruder war Glasmaler und fertigte einen Stiefel, auf dem die Namen der Siegermannschaft aufgebracht waren. Dieses Geschenk ist bis heute in meinem Besitz.

So gibt es manche schöne Geschichte von diversen Fahrten zu erzählen: Wir waren mal bei einem Spiel in Thüle und „Krevets Igel“ (Klemens Krevet) stellte für die Fahrt seinen 1,5-Tonnen-Planen-Lkw zur Verfügung. Auf den passten im Normalfall acht Personen. Für die Fahrt nahm er eine D-Mark und da er ja etwas verdienen wollte, durften natürlich mehr Leute mitfahren. Am Ende waren es um die 20 und dann hielt uns die Polizei auf der Wilhelmshöhe an. Die Plane wurde hochgehoben und es gab ein Donnerwetter. Doch damit nicht genug: In Nordborchen ist der Lkw dann noch abgesoffen. Zum Glück hatte Meyers Franz aus der Mallinckrodtstraße Mitleid und schleppte uns mit seinem Lanz-Bulldog bis zur Lippenmühle. Ein wahrer Freundschaftsdienst.

Foto von 1979: Franz Meyer auf dem Lanz-Bulldog.

Die Fahrten mit den Lkw waren schon spannend. Der Onkel von „Fitti“ (Friedrich Altmiks) war Fahrer bei Nölting, einem Händler für Baustoffe und Kohlen. Am Wochenende hat uns auch schon mal der Lkw dieses Unternehmens zu den Auswärtsspielen gefahren. Später dann auch ein Lkw der Firma Mittwoch, die für das Sägewerk Jürgens oben auf Gallihöhe Fahrten erledigte. In den Folgejahren hat uns dann aber das Unternehmen Boraucke mit einem Bus zu den Spielen gebracht.

Ein Spiel, das für immer in Erinnerung bleibt, ist das Duell gegen Alfen, als wir Kirchborchener denen den Aufstieg vermasselt haben. Es war das Jahr der Ölkrise 1973, ein autofreier Sonntag und der Sportplatz am Lümmergen war voll von Zuschauern.

Das Hinspiel auf der roten Erde in Alfen hatten wir haushoch verloren. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Gegentore wir bekommen haben. Es könnten sechs oder sieben gewesen sein. Unsere Nachbarn kannten keine Gnade und dieser Stachel saß tief. Damit die Alfener den Aufstieg in die Bezirksklasse perfekt machen konnten, mussten sie gewinnen. Aber wir wollten die Niederlage nicht so stehen lassen und warfen alles rein.

Ein schönes Tor von Berni Carl brachte uns den 1:1-Ausgleich und die Alfener blieben in der Kreisklasse. Damit war für die Kirchborchener Elf wieder alles im Lot, aber für mich leider nicht. Meine Frau stammte aus Alfen und selbst ein halbes Jahr später musste ich mir von meinem Schwiegervater noch anhören: „Was ihr da gemacht habt, schämt euch!“

Aber seien wir ehrlich: Wenn sich jemand hätte schämen müssen, dann die Alfener, die uns im Hinspiel bloßgestellt haben. Die hätten doch auch mit weniger Toren gewonnen und dann hätten wir an besagtem Entscheidungstag vielleicht nicht alles in die Waagschale geworfen. Dieses Spiel ist sogar heute noch Thema, wenn ich ab und zu mal einen der Senioren in Alfen treffe.

Andreas: Wie sieht es heute aus? Trifft man dich noch ab und zu auf dem Sportplatz oder verfolgst du den SCB nur noch über die Presse?

Heinrich: Bis 2020 war ich noch fast bei jedem Heimspiel dabei und auch auswärts bin ich schon mit nach Brilon, Borgentreich und zu anderen Spielen gefahren. Aber dann kam Corona und seitdem war ich tatsächlich nicht mehr auf dem Hessenberg. Viele Kameraden von einst sind bereits verstorben und ich bin inzwischen 87 Jahre alt. Da muss man vielleicht auch nicht mehr jeden Sonntag am Platz stehen.

Mein Enkel, Steffen Thiele, war ein guter Fußballer in der Jugend, hatte dann aber mit Verletzungen zu kämpfen und die Schuhe an den Nagel gehängt. Wenn er den Sprung geschafft hätte, wäre das sicherlich noch heute ein Anreiz, bei Wind und Wetter den Weg zum Sportplatz auf sich zu nehmen.

Andreas: Im Jahr 2026 feiert der SCB das 100-jährige Jubiläum des organisierten Fußballs in Borchen. Was macht für dich diese Gemeinschaft aus?

Heinrich: Der Fußball hat und hatte schon immer eine große Bedeutung in unseren Dörfern. Zu unseren Zeiten sprachen die Vereine sogar noch mit, wenn es um politische Themen ging. Der Draht zum Gemeinderat war da ziemlich kurz. Im Dorf wusste jeder, was Sache ist, wenn er sonntags auf dem Sportplatz gewesen war. Denn dort war, neben der Kneipe, der Treffpunkt, wo man sich austauschte. Für viele Menschen stand der Fußball ganz oben auf der Liste.

Heutzutage wissen die meisten doch schon nicht mehr, wenn drei Häuser weiter jemand verstorben ist. Diese enge Verbundenheit und das Bekenntnis zu seiner Heimat haben sich sicherlich in den Jahrzehnten verändert.

Der SCB hat es aber geschafft, trotz des gesellschaftlichen Wandels sein Gemeinschaftsgefühl aufrechtzuerhalten. Der Verein ist weit und breit bekannt und zeugt von einer großen Strahlkraft. Andere Vereine lösen sich auf, der Sportverein aber wächst.

Den Ettelnern erzähle ich das übrigens auch immer: Als Boden Hennes 1992 Bürgermeister wurde, war sein großer Plan, den SV Etteln dem SCB anzuschließen. Leider ist er dann viel zu früh verstorben. Das hätte den Orten mit Sicherheit noch einen kräftigen Schub gegeben.

Wenn der Verein auf diese Weise weitergeführt wird, bin ich auf jeden Fall nicht bange, dass es den SCB auch in Zukunft geben wird.

Andreas: Ein gutes Schlusswort, wie ich finde. Vielen Dank, Heinrich, dass du uns einen Einblick in die vergangenen Jahrzehnte gegeben hast.

Hinweis: Alle Aussagen beruhen auf den Erinnerungen der Zeitzeugen. Der erfasste Text wurde zur Kontrolle gegengelesen. Sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, bitten wir dies zu entschuldigen.