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400 Stühlen und Idealismus – Die Anfänge des Basketballs in Borchen

Ende der 1960er Jahre hielt eine bis dahin in Borchen kaum bekannte Sportart Einzug: Basketball. Initiator war der Lehrer Heinrich Cramer, der gemeinsam mit Franz-Josef Fornefeld den Mut hatte, eine neue Disziplin im damals noch jungen Vereinsumfeld zu etablieren. Unter dem Namen FC DJK Kirchborchen wurde der Trainings- und Spielbetrieb aufgenommen.

Trainiert und gespielt wurde zunächst in der Festhalle von Schloss Hamborn. Dort hingen die einzigen Basketballkörbe in Borchen. Vor jedem Heimspiel mussten rund 400 Stühle abgebaut werden, ehe das Spielfeld genutzt werden konnte. In der Saison 1969/70 nahm die Mannschaft erstmals am offiziellen Spielbetrieb teil. Sportlich verlief die Premierensaison mit zwei Siegen und zehn Niederlagen zwar bescheiden, doch die Begeisterung war geweckt.

Mit der Fusion von FC DJK Kirchborchen und den Sportfreunden Nordborchen zur Saison 1970/71 trat die Mannschaft erstmals unter dem Namen SC Borchen an. In der Kreisliga 2 Ostwestfalen erreichte das Team mit ausgeglichener Bilanz einen respektablen vierten Platz. Der Bau der Turnhalle an der Borchener Hauptschule verbesserte die Trainingsbedingungen erheblich und beendete die logistisch aufwendige Phase in Schloss Hamborn.

1975 setzte der SCB mit der Verpflichtung von Radovan Radulovic als erstem hauptamtlichen Trainer ein Zeichen für sportliche Weiterentwicklung. Neue Trainingsmethoden und taktische Impulse legten den Grundstein für die sportliche Aufbruchphase der folgenden Jahre. Aus einer improvisierten Idee war innerhalb weniger Jahre eine feste Abteilung im SC Borchen geworden.